Überlassen Sie Fort- und Weiterbildungen in Ihrer Einrichtung nicht „dem Zufall“ oder warten Sie nicht darauf, dass externe Prüfinstanzen Themen vorgeben. Stellen Sie einen eigenen Prozess zur vorausschauenden und bedarfsgerechten Fort- und Weiterbildung auf die Beine:
1. Ermitteln Sie den Bedarf. In der Checkliste auf Seite 2 haben Sie einige Auslöser für mögliche Schulungen gesehen, z. B. Gesetzesänderungen. Je nachdem, wie groß Ihre Einrichtung ist, sollten Sie aus diesen Auslösern die Ergebnisse zusammentragen und eine vorausschauende Planung erstellen, etwa zum Ende eines Jahres für das kommende Jahr. Wenn Sie nur ein Team haben, z. B. ambulant, können Sie die Bedarfsermittlung mit allen gemeinsam in einer Teamsitzung machen. Das kommt gut bei den Mitarbeitenden an und ist effektiv. Sind Sie größer und haben mehrere Teams oder Fachbereiche, geben Sie die Arbeitsaufträge an die jeweiligen Team- oder Fachbereichsleitungen. Leitfragen, um den Bedarf festzulegen, sind:
- Stehen personelle Veränderungen an? Gehen z. B. Mitarbeitende mit bestimmten Beauftragungen und müssen entsprechend andere qualifiziert werden, etwa zu Wundexperten?
- Gab es Fehler/Qualitätsverluste zu bestimmten Themen, z. B. festgestellt in Pflegevisiten?
- Auf welche gesetzlichen Veränderungen müssen Sie sich vorbereiten und welches Wissen wird dafür benötigt?
- Gibt es andere als gesetzliche externe Anforderungen, z. B. neue Expertenstandards oder pflegewissenschaftliche Neuerungen?
- Existieren spezifische Bedarfe bei den Kunden, etwa Veränderungen des Klientels, die neues Wissen und erweiterte Kompetenzen erfordern?
- Was machen die Mitbewerber? Gibt es Wissen/Kompetenzen, die Sie benötigen, um wettbewerbsfähig zu sein?
2. Werten Sie den Bedarf aus. Wo gibt es Überschneidungen und Mehrfachnennungen? Decken sich die Rückmeldungen Ihrer Mitarbeitenden mit dem, was Sie selber an Schulungsbedarf sehen? Welche Fortbildungen haben die höchste Priorität? In die Priorisierung können Sie Ihre Mitarbeitenden einbeziehen, z. B. über eine Punktabfrage. Unterscheiden Sie:
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