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10 + 1 Expertenstandards – das sollten Sie über Schwerpunkte in externen Prüfungen wissen

Wenn ich Audits in Krankenhäusern durchführe, stelle ich immer wieder fest, wie wenig Wissen dort zu den pflegerischen Expertenstandards vorhanden ist. Noch immer gilt dort die Braden-Skala als Maß der […]

Sandra Herrgesell

01.11.2024 · 3 Min Lesezeit

Wenn ich Audits in Krankenhäusern durchführe, stelle ich immer wieder fest, wie wenig Wissen dort zu den pflegerischen Expertenstandards vorhanden ist. Noch immer gilt dort die Braden-Skala als Maß der Dinge – und das ist nur ein Beispiel. Damit will ich nicht sagen, dass dort die Dekubitusprophylaxe schlecht ist. Dennoch würde ich behaupten, dass wir in der Altenpflege zu den Expertenstandards deutlich besser aufgestellt sind. Im Folgenden erhalten Sie Tipps in Bezug auf die Prüfschwerpunkte zu den Standards.

1. „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“, letzte Überarbeitung 2015:

  • Eine lückenlose Wunddokumentation
  • Eine Fotodokumentation empfiehlt sich, wichtig ist das schriftliche Einverständnis des Pflegekunden.
  • Achten Sie darauf, dass die Anordnung der Maßnahmen/Materialien aktuell vorliegt, und ziehen Sie einen Wundmanager hinzu.
  • Denken Sie daran, dass Menschen mit einer chronischen Wunde vielleicht Schmerzen haben. Erfassen Sie dies.

2.   „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“, letzte Überarbeitung 2017:

  • Führen Sie eine initiale Risikoeinschätzung aus pflegefachlicher Sicht durch. Assessments wie die Braden-Skala können dabei unterstützen.
  • Benennen Sie die gefährdeten Körperstellen (Prädetektionsstellen), z. B. Trochanter, Steiß, Ferse.
  • Leiten Sie individuelle Maßnahmen ab und dokumentieren Sie diese, denken Sie an die Intervalle und die Art der Mobilisierung.
  • Bewegungsprotokolle sind lückenlos zu führen, dies ist haftungsrelevant.
  • Bei einer nicht wegdrückbaren Rötung (Fingertest positiv) ist eine Wunddokumentation anzulegen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Hilfsmittel unverzüglich verfügbar sind, z. B. Wechseldruckmatratze.

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