In nicht wenigen Fällen verschlimmern die engsten Bezugspersonen die Situation für Demenzerkrankte. Die falsche Kommunikation und den falschen Umgang können wir Pflegeprofis dabei fast täglich beobachten. Tragen Sie ab sofort durch gezielte Aufklärungsarbeit dazu bei, dass die Angehörigen Ihrer Pflegekunden das Krankheitsbild besser verstehen und besser mit ihm umzugehen lernen.
Fallbeispiel: „Der Sohn unserer Pflegekundin Frau Born macht mich noch ganz verrückt. Er wohnt mit seiner Mutter zusammen und betreut sie den ganzen Tag. Wenn wir vom ambulanten Dienst 2-mal täglich zur Versorgung kommen, können wir beobachten, wie schlecht es Frau Born geht – nicht, weil sie so viele andere Krankheiten hat, die sie belasten, sondern weil ihr Sohn sie in ihrer Demenz richtig fertigmacht. Andauernd nörgelt er an ihr herum und sagt ihr im Minutentakt, was sie falsch macht. Ich bin überzeugt: Würde er richtig mit ihr umgehen, könnte Frau Born ein richtig schönes Leben haben“, hat mir meine Freundin Ines, die in der ambulanten Pflege arbeitet, am Montag erzählt.
Ich konnte mich richtig gut in die Situation hineinversetzen, Sie auch? Als erfahrene Pflegefachkräfte haben wir alle wahrscheinlich schon zu viele ähnliche Sachverhalte erlebt: Angehörige und Bezugspersonen, die es gut meinen, aber einfach nicht verstehen, dass das Krankheitsbild Demenz einen Menschen verändert. Die immer noch so wie früher mit dem Pflegekunden umgehen, obwohl dieser längst andere Ansprachen bräuchte. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, empfehle ich Ihnen, die Angehörigen demenzerkrankter zu Pflegender gezielt aufzuklären.
Vermeiden Sie diese 5 Kommunikationsfehler
Dabei ist es wichtig, dass Sie zwar die Fehler in der Kommunikation offen benennen, dies aber mit dem nötigen Feingefühl tun. Im Folgenden finden Sie dafür zusammengefasst die 5 häufigsten Fehler im Umgang mit Demenzerkrankten und Tipps, wie Sie diese am besten gegenüber einem Angehörigen ansprechen.
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