Als Führungskraft wird von Ihnen verlangt, dass Sie klare Arbeitsanweisungen geben. Als PDL müssen Sie solche Vorgaben häufig schriftlich verfassen, damit Sie alle Mitarbeiter erreichen. Doch oft verpuffen diese Anweisungen, da schlecht formuliert.
Ich vergleiche das gern mit einer schlecht ins Deutsche übersetzten Bedienungsanleitung eines High-Tech-Produkts. Vielleicht ist Ihnen so etwas auch schon mal begegnet: Sie haben sich riesig auf eine Neuanschaffung – z. B. ein neues Smartphone – gefreut. Als Sie aber die mitgelieferte Anleitung studieren, verstehen Sie nur Bahnhof. Die Konsequenz: Sie wissen zwar, wie Sie mit dem neuen Smartphone telefonieren, Apps installieren oder Nachrichten verschicken können. Aber viele Funktionen lernen Sie gar nicht erst kennen. So oder ähnlich geht es Ihren Mitarbeitern, wenn Sie ihnen nicht konkrete Anweisungen geben, wie sie was auf welche Weise zu erledigen haben. Sie geben Ihren Mitarbeitern quasi eine schlechte Bedienungsanleitung. Denken Sie dabei zum Beispiel auch an die Expertenstandards. Wahrscheinlich würde es nicht funktionieren, wenn Sie Ihren Mitarbeitern die teils über 100 Seiten langen pflegewissenschaftlich erarbeiteten Expertenstandards des Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) zur Umsetzung pauschal vorlegen würden. Also sind Sie gezwungen, diese auf die Praxis herunterzubrechen. Mit einem einfach lesbaren Umsetzungsstandard haben Sie dann nichts anderes als eine Arbeitsanweisung zu diesen pflegerischen Risiken, mit dem Ihre Mitarbeiter dann auch ganz praxisnah arbeiten können.
HÄUFIGES PROBLEM: ZU VIEL, ZU KOMPLIZIERT
In den Dienstzimmern Ihrer Mitarbeiter türmen sich ohnehin oft viele Papierstapel: Ärztliche Anordnungen, Rezepte, zu überarbeitende Maßnahmenplanungen und Arztschreiben. Bei einer solchen Papierflut gehen weitere ungelesene Papiere schon mal leicht unter. Tagtäglich wandern Berge von Papier über deutsche Schreibtische – und werden nicht gelesen. So versickern wichtige Informationen. Nicht immer liegt die Schuld beim Leser. Unklare, schwammige Formulierungen und mangelnde Sorgfalt des Verfassers machen das Lesen von Schreiben oft zur reinen Qual. So verhält es sich auch mit Ihren schriftlichen Anweisungen, wenn diese zu umfangreich oder zu kompliziert formuliert sind.
Testen Sie jetzt „Stationäre Pflege aktuell“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für PDLs im Alten- und Pflegeheim!
Jede Ausgabe bietet Ihnen aktuelle Informationen direkt aus der Praxis und rechtssichere Tipps für Ihre Leitungsaufgaben. Qualität und Sicherheit für Ihre Leitungs-Praxis im Alten- und Pflegeheim, die Ihnen den Berufsalltag als Pflegedienstleitung erleichtert!