Pflege & Medizin

Kompressionsverbände – gute Pflege erkennt man an der nicht vorhandenen „Schwiegermutter“

Frage: Ich habe vor 6 Monaten als PDL in einem ambulanten Pflegedienst angefangen. Um mir einen genauen Überblick über die Pflegequalität zu verschaffen und die Pflegekunden kennenzulernen, führe ich auch […]

Annett Urban

26.08.2024 · 1 Min Lesezeit

Frage: Ich habe vor 6 Monaten als PDL in einem ambulanten Pflegedienst angefangen. Um mir einen genauen Überblick über die Pflegequalität zu verschaffen und die Pflegekunden kennenzulernen, führe ich auch Pflegevisiten durch. Dabei habe ich festgestellt, dass vor allem ältere Mitarbeiter die Kompressionsbinden (z. B. Pütterbinden) mit einer Verbandklammer am Bein des Kunden fixieren. Ich bin der Meinung, dass die Klammern nicht mehr verwendet werden sollten. Bevor ich jedoch als „Neue“ voreilige Entscheidungen treffe und für Unruhe im Pflegeteam sorge, habe ich nach Informationen gesucht, aber leider nichts gefunden. Können Sie mir hierbei weiterhelfen?

Antwort von Annett Urban, Chefredakteurin „pdl.konkret ambulant“: Früher war es gang und gäbe, dass man Verbandklammern, auch „Schwiegermütter“ genannt, zum Fixieren der Kompressionsbinden genutzt hat. So habe ich es auch noch gelernt. Doch dies hat sich mittlerweile geändert. Diese Verbandklammern werden nur noch zur Fixierung der unter Spannung aufgerollten Binden während der Lagerung genutzt und nicht am Pflegekunden.

Verbandklammer zeigt schlechte Pflegequalität

Die Befestigung des Verbands am Körper mit Verbandklammern stellt wegen der damit verbundenen hohen Verletzungsgefahr heute sogar einen Pflegefehler dar. Auch das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) schreibt in seinem Ratgeber „Gute Pflege erkennen“, dass man schlechte Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst an den Verbandklammern erkennen kann. Also Obacht.

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