Im Laufe des kindlichen Entwicklungsprozesses bildet sich ein Verständnis dazu aus, was das Sterben und der Tod bedeuten. Schon in den 1990er-Jahren hat der Psychologe Wittkowski deutlich gemacht, dass sich mit dem Reifungsprozess des Kindes auch seine Auffassung vom Tod herausbildet.
Sicherlich werden Sie auch immer wieder von Eltern gefragt, ob diese die Kinder mit zu sterbenden Großeltern mitbringen sollten. Eltern äußern hierbei oftmals die Angst, dass ihre Kinder einen bleibenden Schaden durch diese direkte Erfahrung erhalten könnten. Um hier den richtigen Rat zu erteilen, ist es wichtig, im Vorfeld zu wissen, wie Kinder auf das Thema reagieren bzw. hiermit umgehen.
Mit dem Alter reift das Verständnis
Die Reaktion eines Kindes auf Sterbende und auf Tote hängt stark von den Vorstellungen ab, die es zum Thema „Sterben und Tod“ hat. Dieses Verständnis ist dem Kind nicht in die Wiege gelegt, sondern bildet sich mit dem Reifeprozess aus. So zeigt sich in thanato-psychologischen Studien, dass das Todeskonzept bei Kindern erst mit zunehmendem Alter präziser und korrekter wird. Neuere Untersuchungen belegen ebenfalls, dass den meisten Kindern im Alter zwischen 3 und 5 Jahren ein Verständnis des sogenannten „reifen Todeskonzepts“ fehlt.
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