Demenz im Spätstadium

Advanced Care Planning (ACP): Was es ist, was es bringt und wie Sie es umsetzen

Advance Care Planning (ACP) ist ein Konzept, das Pflegefachleuten, Ärzten, Betroffenen und deren Angehörigen hilft, frühzeitig und strukturiert über Wünsche und Ziele der medizinischen und pflegerischen Versorgung am Lebensende zu […]

Jochen Gust

29.09.2025 · 1 Min Lesezeit

Advance Care Planning (ACP) ist ein Konzept, das Pflegefachleuten, Ärzten, Betroffenen und deren Angehörigen hilft, frühzeitig und strukturiert über Wünsche und Ziele der medizinischen und pflegerischen Versorgung am Lebensende zu sprechen. ACP bedeutet übersetzt so viel wie „vorausschauende Versorgungsplanung“ und geht weit über die oft ungenaue Patientenverfügung hinaus. Es hat sich international als wirkungsvolles Instrument erwiesen, um Über- oder Unterversorgung zu verhindern.

Adavance Care Planning: So wirkt es in der Pflegepraxis

Insbesondere in der Altenpflege – ambulant wie stationär – ist ACP sinnvoll, da viele Betroffene multimorbide und hochaltrig sind und oft nicht mehr in der Lage, sich im Verlauf einer Demenz und in akuten Situationen klar zu äußern. Studien zeigen: Durch ACP sinken Krankenhauseinweisungen, unnötige Intensivmaßnahmen werden reduziert und die Zufriedenheit der Angehörigen steigt signifikant. Trotzdem ist ACP bislang in Deutschland nur punktuell etabliert.

ACP – trotz Demenz? Ja!

Je stärker sich Betroffene noch persönlich einbringen können, desto besser. Aber auch bei Betroffenen mit fortgeschrittener Demenz ist ACP möglich – allerdings in einer anderen Form: Der mutmaßliche Wille der betroffenen Person muss anhand von Lebensbiografie, früheren Äußerungen, Wertvorstellungen und dem Verhalten gegenüber ähnlichen Situationen rekonstruiert werden. Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit mit Angehörigen (Vollmacht) oder gesetzlichen Betreuern, die frühere Einstellungen oft gut kennen. Diese Informationen sollten im ACP-Prozess unbedingt berücksichtigt und sorgfältig dokumentiert werden.

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