Aktivierungsmöglichkeiten für Angehörige – so helfen Sie Angehörigen dabei, mehr Handlungssicherheit zu gewinnen

Angehörige lassen es sich oft zwar nicht anmerken, aber sie sind meist sehr verunsichert und wissen nicht, was sie mit dem an Demenz erkrankten Angehörigen unternehmen können. Die Tatsache, dass […]

Jochen Gust

28.07.2025 · 1 Min Lesezeit

Angehörige lassen es sich oft zwar nicht anmerken, aber sie sind meist sehr verunsichert und wissen nicht, was sie mit dem an Demenz erkrankten Angehörigen unternehmen können. Die Tatsache, dass sich ein geliebter Mensch so stark verändert hat und gewohnte und vertraute Zugangswege oft nicht mehr zugänglich sind, ist sehr schmerzvoll und verunsichernd.

In den meisten Fällen leidet die Beziehung zwischen Ihren Pflegekunden und deren Angehörigen stark darunter und Angehörige ziehen sich oft zurück. Dies wiederum führt zu einem schlechten Gewissen bei den Angehörigen. Wie Sie sehen, kann schnell ein Teufelskreis entstehen, den Sie mit Ihrer Unterstützung unterbrechen können. Helfen Sie als Profi den Angehörigen dabei, die veränderte Beziehung zu Ihren Pflegekunden neu zu gestalten und aufleben zu lassen.

Denken Sie daran, dass Angehörige nicht über Ihr umfangreiches Wissen und Ihre Erfahrungen im Umgang und in der Betreuung von Menschen mit Demenz verfügen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen, Tipps, Aktivierungsbücher, Spiele und Internetseiten mit Angehörigen. Sie werden Ihnen sehr dankbar dafür sein! Da es äußerst mühsam sein kann, jedem einzelnen Angehörigen ausführlich zu erzählen, was es alles gibt, können Sie stattdessen ein Informationsblatt zusammenstellen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Beispiel: Biografiekiste von Angehörigen packen lassen

Da Angehörige (insbesondere beim Einzug ins Pflegeheim oder der Inanspruchnahme von ambulanten Pflegeleistungen) regelrecht von Informationen und Papieren überflutet werden, können Sie auch überlegen, ob Sie das Informationsblatt auf eine kreative Art und Weise überreichen möchten, die sich von den Verträgen usw. abhebt.

Beispiele:
● Das Informationsblatt auf farbigem Papier drucken.
● Es in einer schönen, bunten Mappe mit bereits ausgedruckten Aktivierungsmöglichkeiten wie Sprichwörtern oder 10-Minuten-Aktivierungen überreichen.
● Zusammen mit einem kleinen „Willkommensgeschenk“, z. B. mit einem Igelball oder einem Buch mit Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz, überreichen.

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