Demenz ist nicht gleich Demenz. Manche Symptome gleichen sich, deren Ausprägungen und auch der Verlauf der zugrunde liegenden Erkrankung können aber höchst unterschiedlich sein. Mit dem Fortschreiten der vorliegenden Demenz wird es immer wichtiger, die Unterschiede zu kennen. Andernfalls kommt es schnell zu Fehlinterpretationen, falschen Annahmen und in der Folge bestenfalls zu wirkungslosen Maßnahmen.
Wechsel sind eine Herausforderung
Eine der großen Herausforderungen in der Pflege ist, sich individuell auf den Pflegebedürftigen einzustellen. Seine Stimmung, seine Tagesform, seine Fähigkeiten und Beeinträchtigungen. Falls Sie nicht auf einer spezialisierten Station arbeiten oder ausschließlich Menschen mit kognitiven Einschränkungen versorgen, kann schon der Wechsel zwischen Menschen mit und ohne Demenz Ihnen viel Anpassungsleistung abverlangen. Auch wenn mehrere oder alle Pflegebedürftige, die von Ihnen versorgt werden, eine Demenz haben, wissen Sie trotzdem nicht automatisch, was sie erwartet. Die individuellen Ausprägungen und Schwankungen erfordern täglich mehrfach eine Anpassungsleistung von Ihnen.
Pflege kennt die Unterschiede
Bewahren Sie sich das Motto: Hat man einen Menschen mit Demenz kennengelernt, hat man e i n e n Menschen mit Demenz kennengelernt. Das erlaubt Ihnen, gemeinsam mit Ihrem Wissen einen möglichst individuellen Zugang zu finden, bis zum Schluss die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten und Schaden von den Betroffenen abzuwenden.
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