Aufklärung und Einbeziehung – so fördern Sie das Verständnis von Angehörigen

Sie haben in Ihrem Beruf bereits viele wertvolle Erfahrungen und Wissen über Demenz sammeln können. Dahinter stecken Aus- und Weiterbildungen, Fortbildungen, Supervisionen, Fallgespräche und oft viele Jahre Berufserfahrung. Damit haben […]

Jochen Gust

28.07.2025 · 2 Min Lesezeit

Sie haben in Ihrem Beruf bereits viele wertvolle Erfahrungen und Wissen über Demenz sammeln können. Dahinter stecken Aus- und Weiterbildungen, Fortbildungen, Supervisionen, Fallgespräche und oft viele Jahre Berufserfahrung. Damit haben Sie vielen Angehörigen gegenüber einen riesengroßen Kompetenzvorsprung.

Viele Pflege- und Betreuungskräfte wünschen sich mehr Verständnis von Angehörigen, insbesondere in den Bereichen Umgang und Kommunikation mit Menschen mit Demenz, Verständnis für das Verhalten von Menschen mit Demenz sowie Akzeptanz der Vorgehensweisen von Pflege- und Betreuungskräften zugunsten der an Demenz erkrankten Menschen. Dieses Verständnis und die Akzeptanz können Sie im Alltag fördern. Denken Sie daran, dass Angehörige meist in eine ganz neue Welt eintauchen – in die Pflegewelt, in der Sie Profi sind. Gehen Sie dabei verständnisvoll und bedürfnisorientiert vor.

MEIN TIPP:

Teilen Sie Ihr Wissen nicht mit erhobenem Zeigefinger, dadurch verhindern Sie die Lernbereitschaft von Angehörigen.

Vermeiden Sie, Ihr Wissen mit erhobenem Zeigefinger zu teilen, denn dadurch verschließt sich Ihr Gegenüber und ist nicht mehr offen und bereit, Ratschläge oder Wissen aufzunehmen. Viele Angehörige haben bereits eigene Erfahrungen in der Pflege gesammelt. Sie kennen Ihren Pflegekunden meist am allerbesten und sollten als wichtige und kompetente Bezugspersonen in Ihre Planungen einbezogen werden.

Wichtig:

Das Wissen über Demenz ist bei Angehörigen sehr unterschiedlich. Was jedoch fast alle Angehörigen miteinander teilen, ist die fehlende Erfahrung mit den Regeln und Abläufen professioneller Pflege.

Denken Sie unbedingt daran, dass Angehörige Ihren Pflegekunden oft lange Zeit selbst gepflegt und betreut haben, bevor sie professionelle Pflege in Anspruch genommen haben. Dadurch verfügen sie über großes Erfahrungswissen und sind Experten für Ihren Pflegekunden. Der Grund, weshalb Angehörigen häufig Verständnis für bestimmte Situationen fehlt, ist in diesem Fall weniger das mangelnde Wissen über Demenz.

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