LESERFRAGEN

AUFNAHME BEI ALKOHOLABUSUS

Ich bin angefragt worden, ob wir einen Mann aufnehmen können, der eine alkoholbedingte Demenz hat und nach Angaben der Lebenspartnerin bis zu 8 Flaschen Bier am Tag getrunken hat. Diese […]

Brigitte Leicher

13.03.2025 · 1 Min Lesezeit

Ich bin angefragt worden, ob wir einen Mann aufnehmen können, der eine alkoholbedingte Demenz hat und nach Angaben der Lebenspartnerin bis zu 8 Flaschen Bier am Tag getrunken hat. Diese schilderte außerdem, dass er leicht ärgerlich wird und laut brüllt, wenn sie wichtige Dinge mit ihm besprechen will, für die er alleine keine Sorge mehr tragen kann, z.B. Arzttermine oder das Bezahlen von Rechnungen. Da ich den Platz so schnell wie möglich vergeben muss, bleibt mir keine Wahl und ich muss den Herrn einziehen lassen. Momentan ist er noch im Krankenhaus. Die Mitarbeiter dort schildern ihn als liebenswürdigen und freundlichen Menschen. Er habe auch vom Pflegepersonal keinen Alkohol verlangt. Welche Maßnahmen sollte ich nach der Aufnahme einleiten? ANNIKA N. AUS KAARST

REDAKTION

Stellen Sie das Problem Alkohol am besten zunächst in den Hintergrund und beobachten Sie erst einmal, wie viel Ihr neuer Bewohner wirklich trinkt. Er sollte zunächst Bier in der Menge erhalten, in der er es verlangt. Stellen Sie die Biervorräte aber nicht in sein Zimmer, sondern erklären Sie ihm, dass Sie ihm gern etwas bringen, wenn er es wünscht. Auf diese Weise erschweren Sie ihm den Zugang, können den tatsächlichen Bierkonsum nachhalten und einen Zusammenhang zwischen Alkohol und aggressivem Verhalten herstellen.Wichtig ist in meinen Augen vor allem, dass Sie klare Regeln mit der Partnerin vereinbaren. Anhand Ihrer Schilderung wäre es denkbar, dass sie zusätzliche Getränke mitbringt und das Problem durch gleichzeitige Ermahnungen befeuert. Besprechen Sie mit ihr, dass sie eine Betreuung beantragen sollte.

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