Sicherlich pflegen und versorgen Sie auch immer wieder einmal Menschen mit einer Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall (Apoplex). Hierbei ist dann zu bemerken, dass der Betroffene seine gelähmte Seite nicht oder nicht genügend wahrnimmt.
Das führt in letzter Konsequenz dazu, dass eine Person mit Halbseitenlähmung (Hemiplegie) sich unvollständig fühlt und ein gestörtes Körperbild hat. Normalerweise wissen wir ja, wie wir uns anfühlen und wie unser Körperempfinden ist. Dieses geht bei einem Apoplex verloren. Auch verschiebt sich die gefühlte Körpermitte auf die nicht betroffene Seite, sodass dem Betroffenen das Stehen und Sitzen schwerfällt.
Bobath in der Palliative Care?
Das sogenannte „Bobath-Konzept“ geht auf Berta Bobath und Dr. Karl Bobath zurück. Beide entwickelten ab dem Jahr 1943 ein Rehabilitationskonzept zur Behandlung von Patienten mit zentralen neurologischen Schädigungen, etwa nach einem Schlaganfall. Stand bei der ursprünglichen Konzeption der beiden die Rehabilitation im Vordergrund, also die Wiedererlangung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, ist die Zielsetzung in der Palliative Care etwas anders gelagert: Hierbei soll die Förderung der Wahrnehmung der betroffenen, also gelähmten Seite bei dem Erkrankten unterstützt werden.
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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.