Nicht alle Bewohner fühlen sich in Gruppen wohl. Manche sind gesundheitlich eingeschränkt, andere haben schon ihr Leben lang lieber Zeit für sich verbracht. Für diese Menschen ist Beschäftigung im Zimmer kein Ersatz, sondern eine wichtige Möglichkeit, Sinn, Struktur und Teilhabe zu erfahren. Damit Angebote gelingen, braucht es ein gutes Gespür für die Persönlichkeit, die Biografie und die aktuellen Bedürfnisse.
Beschäftigung muss zum Bewohner passen. Dabei geht es nicht nur um Mobilität und kognitive Fähigkeiten, sondern auch um persönliche Vorlieben. Ein Bewohner, der schon immer gern gelesen hat, profitiert von Büchern oder Hörbüchern, während ein ehemaliger Handwerker Freude an kleinen handwerklichen Tätigkeiten hat. Wichtig ist, den Unterschied zu erkennen: Zieht sich jemand zurück, weil er Hemmungen hat, oder war er schon immer ein Mensch, der lieber allein war? Hier ist Feingefühl gefragt. Die folgenden 6 Ideen können Ihnen helfen, individuell zu agieren:
1. Idee: Erfassen Sie die Lebensgeschichte systematisch
Führen Sie eine kurze biografische Abfrage mit Schwerpunkt auf Hobbys, Routinen und Lieblingsdingen durch. Halten Sie Ergebnisse so fest, dass das ganze Team sie findet, und übersetzen Sie sie sofort in ein erstes Mini-Angebot.
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