Meiner Meinung nach gelingen faire und objektive Bewertungen am besten, wenn wir im Rahmen der Praxisanleitung Bewertungsbögen benutzen, die rein sachlich aufgebaut sind. Stellen Sie sich z. B. einen Bogen vor, auf dem die einzelnen Schritte der Blutzuckermessung aufgelistet sind. Von „Händedesinfektion“ zu Beginn bis „Dokumentation des Wertes“ am Schluss wurde die ganze Handlung in ihre einzelnen Schritte aufgesplittet.
Bei jedem Schritt können Sie während der Anleitung nun abhaken, ob der Azubi diesen durchgeführt hat oder nicht. Das ist objektiv und fair. Persönliche Zu- oder Abneigungen zu Ihrem Auszubildenden spielen dabei ebenso wenig eine Rolle wie z. B. der Halo- oder der Lorbeer-Effekt. Um die Bewertung anhand fachlicher Kriterien als neuen Standard in Ihrer Ausbildungsbetreuung zu verankern, gehen Sie in diesen 3 Schritten vor.
Schritt 1: Themen definieren
Es ist klar: Ihre Kollegen und Sie können nicht zu jeder kleinsten Pflegehandlung einen Schritt-für-Schritt-Bewertungsbogen erarbeiten. Dafür reicht die Zeit schlicht nicht aus, die Ihnen zur Verfügung gestellt wird.

Testen Sie jetzt „Praxisanleitung in der Pflege“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Ihre Praxisanleitung!
Jede Ausgabe bietet Ihnen Umsetzungshilfen und Handlungsempfehlungen zu allen aktuellen, ausbildungsrelevanten Inhalten, Tipps zur Organisation der Ausbildung sowie zur erfolgreichen Motivation und Führung ihrer Azubis.