Leserfragen

BEWOHNER MÖCHTE NICHT ESSEN

Frage THOMAS L., STUTTGART: Insbesondere in unserem Demenzbereich haben wir ei­nige Bewohner, die kein gesundes Ess- und Trinkverhal­ten mehr zeigen. So fehlt das Hungergefühl oder es wird schlichtweg vergessen, regelmäßig […]

Marcel Faißt

01.09.2024 · 1 Min Lesezeit

Frage THOMAS L., STUTTGART: Insbesondere in unserem Demenzbereich haben wir ei­nige Bewohner, die kein gesundes Ess- und Trinkverhal­ten mehr zeigen. So fehlt das Hungergefühl oder es wird schlichtweg vergessen, regelmäßig zu essen und zu trin­ken. Haben Sie Tipps, wie wir die betreffenden Bewohner dennoch dazu bewegen können, notwendige Nahrung zu sich zu nehmen?

Antwort REDAKTION: Tatsächlich ist es kein einfaches Unterfangen, Bewohner ausreichend mit Essen und Trinken zu versorgen, wenn sie über keine diesbezüglichen Bedürfnisse oder kein Erinne­rungsvermögen mehr verfügen. Vielversprechend ist al­lerdings eine Vorgehensweise, bei der Sie die betreffenden Bewohner in einer anderen Art der Nahrungsdarreichung als üblich zum Essen und Trinken animieren. Dabei sollten Sie sich von starren Essenszeiten lösen und dem Bewohner praktisch jederzeit ermöglichen, an Nahrung zu gelangen und diese zu sich zu nehmen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bieten Sie Fingerfood an: Hier werden die Gerichte als mundgerechte Stücke präsentiert, und der Be­wohner kann die Nahrung leicht ohne „Messer und Gabel“ zu sich nehmen. Ermöglichen Sie Wunschkost: Die bei der Neuaufnahme des Bewohners gesammelten Essenswün­sche sollten Basis für die Erstellung des Speiseplans der Küche sein. Integrieren Sie „Eat by Walking“: Wenn Be­wohner aufgrund ihrer Demenz sehr unruhig sind, fällt es ihnen auch schwer, zu den Essenszeiten am Tisch zu sitzen. Bieten Sie ihnen also die Möglichkeit an, praktisch „beim Gehen“ oder „im Vorbeigehen“ Nahrung und Getränke zu sich zu nehmen. Richten Sie hierzu auf dem Wohnbereich kleine Imbissstationen für die Bewohner ein.

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