Man muss es ehrlich so sagen: Die pflegerische Versorgung in den Krankenhäusern wird tendenziell immer schlechter. Viele unserer zu Pflegenden wissen um die Missstände und haben Ängste, sich dort behandeln zu lassen. Erfahren Sie hier, wie Sie diese in der Kommunikation klug aufgreifen können.
Praxisbeispiel: „Mir geht es gut, ich habe nichts“, hat meine Pflegekundin Frau Waldschmidt meinen Kollegen und mir wiederholt versichert. Wir aber wussten: Sie ist vor 2 Tagen gestürzt und es geht ihr alles andere als gut! Sie hatte merklich Schmerzen in der Bewegung und war in der Mobilität so eingeschränkt, dass die Vermutung einer Oberschenkelhalsfraktur nahelag. „Frau Waldschmidt, was ist denn los? Wir merken doch, dass es Ihnen gar nicht gut geht. Im Krankenhaus können Sie geröntgt und richtig behandelt werden, bitte lassen Sie uns den Rettungswagen rufen“, hat meine Kollegin Kerstin an sie appelliert. „Nein, nein, bitte nicht. Wenn ich da reinkomme, kümmert sich doch keiner um mich. Ich habe so Angst!“, hat die zu Pflegende weinend geantwortet.
Versorgungsqualität mit Fragezeichen
Das war nicht das 1. Mal, dass ich solche Ängste bei Pflegekunden erlebt habe. Durch Mundpropaganda, Zeitungsartikel oder Berichte im Fernsehen bekommen unsere zu Pflegenden genau mit, wie es derzeit in vielen Bereichen um die professionelle Pflege bestellt ist.
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