Wahrscheinlich leiden viele Ihrer Bewohner an Diabetes mellitus. Hier ranken sich leider seit vielen Jahren verschiedene Mythen um die Frage, welche Nahrungsmittel ein Diabetiker zu sich nehmen darf – und welche nicht. Wir klären auf.
Diabetes mellitus ist zwischenzeitlich eine der Top-Volkskrankheiten in Deutschland. Was viele unterschätzen: Die Folgen können für die betroffene Person immens sein. So können Diabetiker im Laufe ihrer Erkrankung in Abhängigkeit von der Höhe der Blutglukosewerte ernste Folgeschäden entwickeln. Der Zuckerüberschuss im Blut kann Arterien und Venen und eine Vielzahl von Organen schädigen. Aufgrund der schleichenden Entwicklung liegen zum Zeitpunkt einer Diagnose von Diabetes mellitus Typ 2 bei bis zu 20 % der Betroffenen schon beginnende Spätschäden vor.
GEFAHREN DURCH DIABETES MELLITUS
Durch die Schädigung großer Blutgefäße (Makroangiopathien), wie den Herzkranzgefäßen, den hirnversorgenden Gefäßen und den Beinarterien, steigt das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfall oder periphere Durchblutungsstörungen. Bei der Schädigung kleinster Blutgefäße spricht man von Mikroangiopathien, die z. B. Nierenerkrankungen oder Beeinträchtigungen der Sehkraft nach sich ziehen können. Gerade Bewohner in Pflegeeinrichtungen haben oft ein erhöhtes Diabetesrisiko, kommen bereits mit der Erkrankung in die Einrichtung oder kommen teils schon aufgrund der daraus resultierenden Folgeerkrankungen ins Heim. So hatten sie bereits einen Schlaganfall oder Herzinfarkte und leiden somit oft schon intensiv an den Spätfolgen der Diabeteserkrankung.
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