ANGEHÖRIGENARBEIT

Bremsen Sie Angehörige, wenn diese auf eigene Faust therapieren

Grundsätzlich sollten Sie es gutheißen, wenn Zugehörige sich bei der Pflege und Betreuung Schwerstkranker einbringen wollen. Sicherlich kennen Sie aber auch den Ausspruch: „Gut gemeint ist nicht immer auch gut […]

Michaela Funk

24.03.2025 · 3 Min Lesezeit

Grundsätzlich sollten Sie es gutheißen, wenn Zugehörige sich bei der Pflege und Betreuung Schwerstkranker einbringen wollen. Sicherlich kennen Sie aber auch den Ausspruch: „Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht.“

Das bedeutet, dass das Engagement eines Anverwandten für den zu Pflegenden schädlich sein kann, wenn die Maßnahmen nicht richtig durchgeführt werden.

Leider erleben Sie aber auch immer wieder, dass Angehörige den Pflegebedürftigen nach eigenen Gesichtspunkten therapieren wollen, ohne sich hierüber mit den Mitarbeitern Ihres Teams zu verständigen. Beispiele hierfür sind nicht rezeptpflichtige Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder auch Maßnahmen der Mobilisation. Mitunter sind manche dieser Interventionen sogar kontraproduktiv für den Schwerstkranken, sodass sich sein Zustand sogar verschlechtert.

Loben Sie das Engagement

Eine Möglichkeit, den Zugehörigen zu erreichen, ist, ihn für sein Kümmern zu loben. Ebenfalls dient es der Beziehungsebene, wenn Sie ihm Raum geben, seine Gefühle auszudrücken. Ermutigen Sie ihn darin, sich Ihnen zu öffnen, um z. B. seine Hilflosigkeit und Ohnmacht der Gesamtsituation gegenüber auszudrücken.

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