Aktuelle Leserfragen aus der Pflege

Bringt die Positionierung auf der schiefen Ebene wirklich was?

Frage: „Meine neue Wohnbereichsleitung ist ein totaler Fan von Lagerungen und Positionierungen auf der schiefen Ebene. Sie möchte, dass wir alle diese Art der Druckentlastung bei den dekubitusgefährdeten Pflegekunden anwenden. […]

Nicole Ott

14.07.2025 · 1 Min Lesezeit

Frage: „Meine neue Wohnbereichsleitung ist ein totaler Fan von Lagerungen und Positionierungen auf der schiefen Ebene. Sie möchte, dass wir alle diese Art der Druckentlastung bei den dekubitusgefährdeten Pflegekunden anwenden. Ich persönlich finde diese Methode aber nicht gut, denn allein das Anheben der Matratze macht den zu Pflegenden Angst und belastet unsere Rücken. Wie denken Sie darüber?“

Antwort: Die Lagerung auf der schiefen Ebene ist eine Form der passiven Positionierung. Dabei legen Ihre Kollegen und Sie das Lagerungsmaterial unter die Matratze, sodass Ihre Pflegekunden im wahrsten Sinne des Wortes schief liegen und dadurch auf einer Seite eine konkrete Druckentlastung haben. Da die zu Pflegenden sich dabei kaum selbst entlagern können, ist diese Art der Positionierung besonders gut für Menschen geeignet, die die klassische Lagerung nicht tolerieren.

Ich schlage Ihnen vor, zuerst das vorhandene Material zu überprüfen. Spezielle Lagerungskeile, die aus hartem Material bestehen, deshalb auch rückenentlastend sind und von Ihren Kollegen und Ihnen schnell unter die Matratze gebracht werden können, sind z. B. viel anwendungsfreundlicher als Decken oder Kissen. Decken und Kissen führen zusätzlich fast immer dazu, dass die Ebene nicht glatt ist, sondern dass es eher zu Abknickungen in der Matratze kommt, wodurch der eigentliche Zweck nicht erfüllt wird und der Liegekomfort enorm abnimmt.

Testen Sie jetzt „Praxis: Altenpflege“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für ambulante und stationäre Pflegefachkräfte!

Jede Ausgabe erleichtert Ihren Berufsalltag mit kompakt aufbereiteten pflegefachlichen Informationen, aktuellen Inhalten und direktem Praxisbezug. Speziell für examinierte Pflegefachkräfte, die in der ambulanten und stationären Altenpflege mit weniger Aufwand mehr erreichen möchten.