Der Deutsche Wetterdienst schlägt bereits ab einer Tageshöchsttemperatur von 30 Grad Alarm und spricht von einem „heißen Tag“. Ab diesem Punkt kämpft die körpereigene Klimaanlage gegen die Überhitzung, doch dieser Kampf ist für viele Pflegebedürftige allein nur schwer zu gewinnen.
Das biologische Kühlsystem
Unser Körper produziert ständig Wärme, quasi als Nebenprodukt der Verdauung oder bei jeder noch so kleinen Bewegung. Damit unsere lebenswichtigen Organe optimal funktionieren, muss die Körpertemperatur konstant bei etwa 37 Grad Celsius liegen. Steigt sie zu stark an, drohen lebensbedrohliche Ausfälle. Um das zu verhindern, nutzt der Körper 2 hocheffektive Strategien:
- Wärmetransport über das Blut. Das Herz pumpt Blut mit Hochdruck zur Hautoberfläche, damit die Wärme dort an die Umgebung abgegeben werden kann. Die Gefäße weiten sich, die Haut rötet sich. Der Haken: Dieser Mechanismus funktioniert nur, solange die Außenluft kühler ist als unser Körper.
- Die Verdunstungskälte (Schwitzen). Schweiß, eine Mischung aus Wasser und wertvollen Salzen, tritt aus den Poren. Wenn dieser Schweiß auf der Haut verdunstet, entsteht Kälte, die den Körper abkühlt. Das ist unsere schärfste Waffe, aber sie hat einen hohen Preis: Wir verlieren massiv Flüssigkeit. Wird dieser Verlust nicht sofort durch Trinken ausgeglichen, versiegt die Schweißproduktion und der Körper „kocht“ innerlich auf.
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