CIRS steht für Critical Incident Reporting System – ein anonymes Berichtsund Lernsystem, das es Ihnen ermöglicht, aus den kritischen Ereignissen, Fehlern und Beinahe-Fehlern anderer zu lernen. In den Krankenhäusern wurde es schon vor Jahren intern eingeführt. Aber auch in Ihrer Praxis ist dies durchaus sinnvoll, denn Sie können dadurch aus den Fehlern anderer Praxen lernen. Außerdem hat der G-BA schon 2016 den Nutzen von Fehlermeldesystemen in seine GM-Richtlinie mit aufgenommen. Das bedeutet, Sie sind in Ihrer Praxis dazu verpflichtet, es zu nutzen. Für das CIRS stehen Ihnen verschiedene Online-Portale zur Verfügung. Die wichtigsten stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
Im ambulanten Bereich ist die Datenlage unzureichend
Die Datenlage zu unerwünschten Ereignissen und vermeidbaren unerwünschten Ereignissen in der ambulanten Versorgung ist ungenügend. Rückschlüsse aus den Daten der stationären Versorgung sind aufgrund der Strukturunterschiede problematisch. Bislang haben sich nur wenige Studien mit der Erhebung quantifizierbarer Daten beschäftigt. Zudem variieren diese stark hinsichtlich der verwendeten Definitionen, Methoden und Klassifikationen.
Dieses sektorenübergreifende „Fehlerportal“ steht Ihnen zur Verfügung
- CIRSmedical.de ist das Berichtsund Lernsystem der deutschen Ärzteschaft für kritische Ereignisse in der Medizin. Es richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gesamten Gesundheitswesen – also sektorenübergreifend. Träger sind die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Bundesärztekammer (seit 2005).