Aktuelle Leserfragen aus der Pflege

Darf ich die Arbeit bei widrigen Rahmenbedingungen abbrechen?

Frage: Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst. Ein Kunde ist ein so starker Raucher, dass der Qualm schon morgens in der Wohnung steht. Bei einem anderen grenzt es hygienisch schon […]

Bernd Hoffmann

08.04.2026 · 1 Min Lesezeit

Frage: Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst. Ein Kunde ist ein so starker Raucher, dass der Qualm schon morgens in der Wohnung steht. Bei einem anderen grenzt es hygienisch schon an einen Messie-Haushalt. Mein größtes Problem aber: Ich habe eine Hundephobie. Bei einer Pflegekundin laufen ihre Hunde frei in der Wohnung herum – und ich bin jedes Mal wie gelähmt. Muss ich das alles tolerieren?

Antwort: Ambulante Pflege findet im privaten Wohnraum der Pflegekunden statt. Häufig besteht dadurch der Irrglaube, dass alle Begleiterscheinungen hinzunehmen wären. Auch im häuslichen Umfeld gilt: Ihr Arbeitsplatz muss sicher sein. Das betrifft nicht nur reelle Gefahren, sondern auch Situationen, die Ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen, wie in Ihrem Fall durch eine Hundephobie. Wenn die reine Anwesenheit der Tiere Sie blockiert, leidet Ihre Konzentration und damit die Pflegequalität. Wichtig ist, strukturiert vorzugehen.

Sie müssen nicht dauerhaft unter Bedingungen arbeiten, die Sie krank machen oder eine fachgerechte Versorgung erschweren.

Ein sofortiger Abbruch sollte nicht der erste Schritt sein. Sprechen Sie die Situation ruhig und sachlich an:

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