Es gibt eine Vielzahl von Gründen für einen Betreuerwechsel: Unzumutbarkeit für den Betreuer, z. B. durch eine räumliche Veränderung. Es kann zu einem Wechsel von beruflicher zu ehrenamtlicher Betreuung kommen, etwa weil ein Familienmitglied (doch) bereit ist, die rechtliche Betreuung zu übernehmen. Betreuer können auch versterben oder entlassen werden, weil z. B. festgestellt wird, dass sie nicht zum Wohl des Betreuten handeln. Auf alle diese Gründe für einen Betreuerwechsel müssen Sie richtig reagieren.
Informationen an den Falschen – das kann folgenreich für Sie sein
Als Pflegeprofi haben Sie Einblick und Zugang zu höchstpersönlichen Informationen und Daten. Dementsprechend sensibel müssen Sie mit dieser Verantwortung umgehen. Werden Informationen an die falsche Person gegeben, z. B. den ehemaligen Betreuer oder Vollmachtsinhaber, drohen:
- Bußgelder und Schadensersatzforderungen wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO.
- Strafrechtliche Konsequenzen aufgrund der Verletzung der Schweigepflicht (§ 203 StGB), die eine strafbare Handlung darstellt und mit Geldoder Freiheitsstrafe geahndet werden kann.
- Zivilrechtliche Haftungsrisiken, falls durch den Datenschutzverstoß ein Schaden entsteht, z. B. wenn der ehemalige Betreuer unbefugt im Namen des Betroffenen handelt.
- Verlust des Versicherungsschutzes, insbesondere wenn die Datenweitergabe als grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich eingestuft wird, wodurch kein Schutz mehr besteht.
- Arbeitsrechtliche Konsequenzen, die von einer offiziellen Verwarnung oder Abmahnung bis hin zur fristlosen Kündigung in besonders schwerwiegenden Fällen reichen können.
- Erheblicher Vertrauensverlust zwischen aktuellem Betreuer, Angehörigen und Betroffenen, der die Zusammenarbeit erschwert und das Wohl des Betroffenen gefährden kann.
Testen Sie jetzt „Demenzpflege im Fokus“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Pflegefachkräfte in der Demenzversorgung!
Jede Ausgabe beinhaltet aktuelle Fallbesprechungen aus dem Pflegealltag, Expertenwissen zur Demenzpflege, bewährte Ansätze zur Beziehungsgestaltung, spezialisiertes Know-how zur Versorgung im Spätstadium sowie praxisorientierte Tipps für eine effektive Kommunikation und Pflegeplanung.