Gehören Sie auch noch der Generation Pflegender an, in der geeist und geföhnt wurde? Und in der es immer hieß: „Da stehen wir mit einem Bein im Gefängnis – der Dekubitus ist ein Pflegefehler“? Schon seit Längerem wissen wir, dass ein Dekubitus nicht immer vermeidbar ist, z. B. wenn ein Pflegekunde im Sterben liegt und wir zwi schen dem Phänomen der Luftnot oder ei ner Positionierung auf die Seite abwägen müssen. Oder wenn ein Pflegekunde eine Positionierung aus anderen Gründen ein fach nicht tolerieren kann oder möchte. Dennoch behaupte ich, dass der Dekubi tus meistens vermeidbar ist. Und ich erle be zu selten, dass wir da wirklich ernsthaft mit uns ins Gericht gehen. Aus meiner Sicht sind 2 Maßnahmen im Qualitätsma nagement bei diesem Thema bedeutend:
- die Prophylaxe zum Risiko Dekubitus
- die Ursachenanalyse, wenn ein Dekubi tus entstanden ist
Nutzen Sie eine Risikovisite zur Dekubitusprophylaxe
Oft höre ich, für Pflegevisiten sei keine Zeit. Meine Antwort darauf ist: Dann müssen wir Prioritäten setzen. Und uns auf pflege rische Risiken fokussieren, die den Gesund heitszustand unserer Pflegekunden ge fährden. Eine Risikovisite zum Dekubitus können Sie in Stichproben einsetzen, z. B. wenn jemand aus dem Krankenhaus rück verlegt wird oder Sie in Übergaben mitbe kommen, dass jemand ein erhöhtes Risiko hat, ein Druckgeschwür zu erleiden.
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