Versorgen Sie auch demenzerkrankte oder allgemein kognitiv eingeschränkte Pflegebedürftige? Ich kann es mir gut vorstellen, haben die kognitiven Einschränkungen doch in den letzten Jahren signifikant zugenommen. Die tagtägliche Betreuung ist dabei eine echte Herausforderung, die all unsere Kollegen, den Demenzerkrankten selbst und auch die Angehörigen in höchstem Maße betrifft. Die Grundfrage für Sie als Pflegefachkraft dabei lautet: „Wie will ich meine zu Pflegenden abholen?“ Darüber sollten Sie in aller Ruhe und fern des Alltags einmal in Ruhe nachdenken. Dieser Artikel unterstützt Sie dabei.
Praxiserlebnis: Letzte Woche war ich in einem Pflegeheim zu Gast und habe die Mitarbeiter dort zum Thema „PeBeM“ geschult. In der Pause hat mir die PDL die Einrichtung gezeigt. Dabei sind wir an einer Bank vorbeigekommen, auf der eine Pflegekundin saß. Erst auf den 2. Blick habe ich gesehen, dass hinter der Bank auch ein Bushaltestellen-Schild stand. „Na, Frau Schmidt, warten Sie noch auf den Bus? Der kommt sicher gleich“, hat die Pflegedienstleitung im Vorbeigehen gesagt. Zu mir meinte sie: „Von der Einrichtung dieser Bushaltestelle profitieren meine Mitarbeiter enorm! Viele unserer hinlaufgefährdeten Bewohner nehmen die Wartebank gut an und gehen nicht mehr nach draußen, wie es früher immer der Fall war. Die Pflege und Betreuungskräfte sind entlastet und die Bewohner kommen an der Haltestelle zur Ruhe. Nach einiger Zeit haben sie dann vergessen, dass sie auf den Bus warten, und gehen wieder auf ihren Wohnbereich zurück – eine Win-win-Situation für alle!“ Ich habe mich gefragt, ob das wirklich so ist, denn Frau Schmidt sah gar nicht glücklich aus.
Verschiedene Konzepte und Ansätze
Haben Sie Ähnliches auch schon erlebt? Fake-Bushaltestellen, Fake-Türen oder andere Tools, die eine bewusste Täuschung des kognitiv eingeschränkten Bewohners zum Ziel haben, haben vor ein paar Jahren ziemlich geboomt. Natürlich nicht in schlechter Absicht: Man wollte damit vielmehr erreichen, dass die zu Pflegenden entspannter, weniger gestresst sind und weniger die Einrichtung verlassen.
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