Effiziente Pflegeplanung & Dokumentation

Der 20-Cent-Test: Ihr Check, um die Feinmotorik zu prüfen

Mit zunehmendem Alter lassen viele körperliche Fähigkeiten nach – darunter auch die Feinmotorik der Hände. Besonders in der Altenpflege ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, ob eine Einschränkung vorliegt. Denn […]

Jochen Gust

24.03.2025 · 3 Min Lesezeit

Mit zunehmendem Alter lassen viele körperliche Fähigkeiten nach – darunter auch die Feinmotorik der Hände. Besonders in der Altenpflege ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, ob eine Einschränkung vorliegt. Denn Einschränkungen bringen für Betroffene Risiken mit sich und für Sie als Pflegepersonen Mehrarbeit. In Intervallen sollten Sie daher die Feinmotorik prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten. Der 20-Cent-Test nimmt wenig Zeit in Anspruch und ist auch für Menschen mit Demenz durchführbar, solange einfache Anweisungen verstanden werden.

Rückgang der Feinmotorik: Feind der Selbstständigkeit im Alter

Feinmotorische Fähigkeiten sind essenziell für viele alltägliche Tätigkeiten, die Menschen in ihrer Selbstständigkeit nutzen, und bei fortschreitendem Verlust teilweise oder ganz durch Hilfsmittel oder personell durch Pflege kompensiert werden müssen. Die Feinmotorik spielt z. B. eine Rolle bei:

  • Essen und Trinken (z. B. Besteck halten, eine Tasse greifen etc.). Schwierigkeiten beim Essen können entsprechend das Risiko für Mangelernährung erhöhen.
  • Körperpflege und Hygiene (z. B. Zähneputzen, Kämmen, Knöpfe schließen). Auch etwa das Bedienen von Hilfsmitteln wie Hörgeräten setzt feinmotorische Geschicklichkeit voraus. Einschränkungen können hier zu einem Verlust der Selbstständigkeit führen.
  • Medikamenteneinnahme (z. B. eine Tablette von der Hand in den Mund führen, Tropfenbecher halten).
  • Sturzprävention: Wer Schwierigkeiten hat, kleine Gegenstände sicher zu greifen, kann beim Versuch, etwas aufzuheben, eher das Gleichgewicht verlieren. Feinmotorische Einschränkungen stehen oft im Zusammenhang mit einer reduzierten allgemeinen Koordination, was das Sturzrisiko erhöht.
  • Psychosoziales Wohlbefinden, z. B. Schreiben, einem Hobby nachgehen, das Bedienen eines Telefons oder Tablets – all das benötigt feinmotorische Fähigkeiten und fördert wichtige soziale und geistige Aktivitäten. Wer diese verliert, zieht sich möglicherweise zurück, was sich negativ auf die Lebensqualität auswirkt.

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