Bluthochdruck, in der Fachsprache als Hypertonie bezeichnet, ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit und betrifft insbesondere ältere Menschen. In Deutschland leidet ein erheblicher Teil der Bevölkerung daran, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter deutlich ansteigt. Gleichzeitig bleibt die Erkrankung oft lange unentdeckt, da sie in vielen Fällen keine eindeutigen Beschwerden verursacht.
Gerade im Betreuungsalltag stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Betreuungskräfte begleiten Menschen über viele Stunden hinweg, erleben deren Gewohnheiten, Stimmungen und körperliche Veränderungen sehr nah. Damit nehmen sie eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, erste Hinweise auf gesundheitliche Veränderungen zu erkennen – auch bei einem so „stillen“ Krankheitsbild wie dem Bluthochdruck.
Was passiert bei Bluthochdruck im Körper?
Um Bluthochdruck zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Funktionsweise des Herz-Kreislauf-Systems. Das Herz pumpt das Blut durch die Gefäße und versorgt so den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der dabei entstehende Druck auf die Gefäßwände wird als Blutdruck bezeichnet und in 2 Werten angegeben:
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