Der Arbeitsmarkt in der Pflege hat sich grundlegend verändert. Einrichtungen bewerben sich längst nicht mehr nur bei potenziellen Mitarbeitenden – Mitarbeitende entscheiden aktiv, wo und unter welchen Bedingungen sie arbeiten wollen. Arbeitgeberattraktivität ist damit kein weiches Image-Thema mehr, sondern ein harter Wettbewerbsfaktor.
Attraktivität entsteht im Alltag
Viele Einrichtungen investieren in Imagekampagnen, Karriereseiten oder Social Media. Diese Maßnahmen sind sinnvoll, greifen jedoch zu kurz, wenn der Arbeitsalltag das Versprochene nicht einlöst.
Für Pflegekräfte entscheidet sich Attraktivität vor allem an 3 Punkten: Verlässlichkeit, Führung und Entwicklungsperspektiven. Dienstpläne, die ständig geändert werden, nicht eingehaltene Zusagen, Wording nicht vom Handeln gedeckt oder mangelnde Erreichbarkeit von Führungskräften zerstören Vertrauen nachhaltig. Umgekehrt entsteht Bindung dort, wo Mitarbeitende sich ernst genommen fühlen und ihren Alltag planen können.
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