Das Schöne an der generalistischen Pflegeausbildung ist ja, dass unsere Auszubildenden in so viele verschiedene Versorgungsbereiche der Pflege hineinschauen dürfen. Aus Ihren Leser-Zuschriften weiß ich, dass auch viele Praxisanleiter, die in der Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen tätig sind, unsere Zeitschrift lesen. Ihnen möchte ich heute vorstellen, wie Sie Ihre Azubis zum Durchführen einer Anamnese bei einem Kind oder Jugendlichen mit kognitiven Einschränkungen oder Defiziten anleiten können.
Für unsere anderen Leser, die in der Erwachsenenbetreuung tätig sind: Auch Sie können die Muster-Formulare selbstverständlich nutzen. Nehmen Sie dann alle Punkte heraus, die sich rein auf das Kind/den Jugendlichen beziehen, oder ändern Sie diese im Sinne der Anamnese beim erwachsenen kognitiv eingeschränkten Menschen. Schon können auch Sie Ihre Azubis in der Durchführung einer ausführlichen Informationssammlung anleiten!
Ziel: Die Gesprächsführung
Die Anamnesefragebögen dienen der Erfassung von Informationen, die für die Diagnostik und Behandlung des zu pflegenden Menschen wichtig sind. Ihr Auszubildender hat beim Erheben der Informationen jetzt die Chance, insbesondere die sensible Gesprächsführung zu üben. Nutzen Sie die beiden Bögen am besten, indem zuerst Sie ein Anamnesegespräch mit den Eltern und dem Kind/Jugendlichen durchführen. Ihr Azubi beobachtet Sie dabei und lernt dadurch. Anschließend führt er selbst eine Anamnese durch und Sie beobachten ihn dabei. Eine gemeinsame Reflexion schließt diese Praxisanleitung ab. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

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Jede Ausgabe bietet Ihnen Umsetzungshilfen und Handlungsempfehlungen zu allen aktuellen, ausbildungsrelevanten Inhalten, Tipps zur Organisation der Ausbildung sowie zur erfolgreichen Motivation und Führung ihrer Azubis.