Themenheft: Menschen mit Demenz verstehen und einfühlsam begleiten

Die Demenz gibt es nicht, sondern ein demenzielles Syndrom

Menschen mit Demenz sind individuell – damit sage ich Ihnen gewiss nichts wesentlich Neues. Und dennoch geschieht es immer wieder, dass wir im Gespräch von „den Dementen“ sprechen. Daher ist […]

Michaela Funk

25.09.2025 · 2 Min Lesezeit

Menschen mit Demenz sind individuell – damit sage ich Ihnen gewiss nichts wesentlich Neues. Und dennoch geschieht es immer wieder, dass wir im Gespräch von „den Dementen“ sprechen. Daher ist es wichtig, zu klären, was der Zustand „dement sein“ meint.

Auch ist es wichtig, zu wissen, wie Sie Demenz von anderen Störungsbildern abgrenzen können und wie eine Demenz die Persönlichkeit eines Menschen beeinflusst und verändert. Der lateinische Begriff „Demenz“ lautet ins Deutsche übersetzt „weg vom Geist“ oder auch „ohne Geist“. Er beschreibt also ein Phänomen, das die Kognition bzw. den Geist betrifft. Ursächlich können hierfür zirka 100 verschiedene Krankheits- und Störungsbilder verantwortlich sein. Auf alle Störungsbilder einzugehen, die eine Demenz auslösen können, ist nicht die Absicht dieses Themenheftes.

Hierzu verweise ich gern auf die einschlägige Fachliteratur zu Differenzialdiagnostik und Krankheitslehre

(z. B. von Bickel 1999, Becker 2005, Gutzmann/Zank 2005, Perrar et al. 2007, Wojnar 2007, Leicher 2013 usw.).

Sprechen Sie nicht von „den Dementen“

Noch vor 70 Jahren konnte man in einschlägigen Fachbüchern den Begriff teilweise mit „Verblödung“ übersetzt finden. Heute hat sich das Grundverständnis wesentlich geändert und damit auch die Begrifflichkeiten. Seit zirka 20 Jahren wird die reine defizitorientierte Beschreibung von Demenz vermieden.

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