Die aktuelle politische Diskussion um krankheitsbedingte Fehlzeiten von Arbeitnehmenden in Deutschland hat für viel Wirbel und auch Unmut gesorgt. Die Arbeitsbedingungen in vielen Branchen – und vor allem bei uns in der Altenpflege – sind belastend, und viele glauben von der Politik unterstellt, dass Mitarbeitende sich zu leichtfertig krankmelden. Der Krankenstand in Pflegeberufen liegt über dem Durchschnitt anderer Branchen – dies zeigt z. B. eine Auswertung der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2024, gemäß derer Pflegende in der Altenhilfe im Jahresdurchschnitt 33,1 Tage krank waren.
Welche Krankheiten sind Spitzenreiter?
Zu den häufigsten Krankheitsursachen zählen Atemwegserkrankungen, Muskelund Skeletterkrankungen sowie psychische Erkrankungen. Während Atemwegserkrankungen vor allem durch saisonale Effekte beeinflusst werden, sind MuskelSkelett und psychische Erkrankungen stark mit den strukturellen Arbeitsbedingungen verbunden. Psychische Erkrankungen führen dabei überdurchschnittlich häufig zu langen Fehlzeiten.
Was heißt das für Trends im Gesundheitsmanagement?
Gesundheitsmanagement in der Altenpflege entwickelt sich zunehmend von punktuellen Einzelmaßnahmen hin zu integrierten, systematischen Ansätzen. Während früher vor allem verhaltensorientierte Angebote (z. B. Rückenschule, Entspannungskurse) im Vordergrund standen, rücken heute organisationale und führungsbezogene Faktoren in den Fokus und die Verhältnisprävention.
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