Ja, ich gebe es zu: In der Pflege geht es oft hoch her. Ständig muss Ihre Einrichtung neue Anforderungen umsetzen, Kollegen fallen aus und Sie müssen einspringen, und manche Ihrer Pflegekunden sind nicht mehr so zuvorkommend wie früher.
Es ist daher normal, dass selbst die gelassenste Pflegekraft einmal „ins Schwimmen kommt“ und dem ganzen Stress entkommen möchte. Eine für mich sehr gute Möglichkeit, gelegentlich dem Stress zu entfliehen, besteht darin, bewusst die Stille zu suchen. Durch die Stille werden die Gedanken ruhiger, man „kommt wieder runter“ und sieht die Dinge danach oft klarer. Daher finden Sie hier eine kleine Geschichte, die es auf den Punkt bringt.
Die Geschichte vom Mönch und dem Brunnen
Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn: „Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“ Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern: „Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“ Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf: „Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“ Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selbst!“ Der Mönch sprach: „Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selbst! Und nun wartet noch eine Weile.“ Nach einer Weile sagte der Mönch erneut: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“ Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“
Testen Sie jetzt „DurchblickPflege“ – das moderne Wissens- und Weiterbildungsmagazin speziell für Pflegekräfte!
„DurchblickPflege“ bietet Ihnen als PDL die Möglichkeit, das Wissen ihrer Pflegekräfte kontinuierlich und leicht verständlich zu festigen und zu erweitern, so dass diese ihre Aufgaben sicher und kompetenzgerecht ausüben und damit insgesamt zu einer optimalen Versorgung der Pflegekunden beitragen können.