In der Pflege ist Empathie der Treibstoff unserer täglichen Arbeit. Doch was passiert, wenn aus einer wertschätzenden Pflegebeziehung eine private Freundschaft wird? Wenn Mitarbeiter und Bewohner oder Angehörige sich „verbrüdern“, Geheimnisse teilen oder die professionelle Distanz komplett aufgeben, gerät das Gefüge der Einrichtung ins Wanken.
Für Sie als Pflegedienstleitung (PDL) ist dies eine hochsensible Situation, die Fingerspitzengefühl, aber auch „klare Kante“ erfordert. Denn heutzutage definieren wir Professionalität nicht mehr durch kühle Distanz, sondern durch „beziehungsorientierte Fachlichkeit“. Das bedeutet: Nähe ist ausdrücklich erwünscht, solange sie steuerbar bleibt. Verliert ein Mitarbeiter jedoch die fachliche Distanz gegenüber Bewohnern oder Angehörigen, drohen Parteilichkeit und emotionale Abhängigkeiten.
Die Grauzone: Wo endet Mitgefühl und wo beginnt die Grenzüberschreitung?
Ein freundliches Wort oder das Halten der Hand in einer schweren Stunde sind Kernkompetenzen. Die Warnsignale für einen Verlust der professionellen Distanz sind jedoch subtiler:
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