Hygienemanagement | 2024

Die richtige Hygiene für Ihre Hände – so geht’s

Die WHO-Initiative „Aktion saubere Hände“ ruft seit 2008 einmal im Jahr zum „Clean Care Save Lives“-Aktionstag auf. Auch Sie sollten einmal im Jahr Ihre Mitarbeiter dazu anhalten, ihre Hände unter […]

Renate Tief

19.09.2024 · 3 Min Lesezeit

Die WHO-Initiative „Aktion saubere Hände“ ruft seit 2008 einmal im Jahr zum „Clean Care Save Lives“-Aktionstag auf. Auch Sie sollten einmal im Jahr Ihre Mitarbeiter dazu anhalten, ihre Hände unter die Lupe zu nehmen. Nutzen Sie unsere Tipps, um bei der nächsten Hygieneunterweisung das ganze Praxisteam wieder für dieses Thema zu sensibilisieren. Ganz nach dem Motto: „Mehr Sicherheit für meine Patienten und meine Mitarbeiter.“

Wann sollten Ihre Mitarbeiter eine hygienische Händedesinfektion durchführen?

Sie ist immer dann angezeigt, wenn eine mikrobielle Kontamination der Hände tatsächlich oder möglicherweise stattgefunden hat. Außerdem müssen Ihre Mitarbeiter ihre Hände immer vor folgenden Tätigkeiten und Arbeiten desinfizieren:

  • bevor Ihre Mitarbeiter die reine Seite der Personalschleuse einer OP-Abteilung oder eines Aufbereitungsraums betreten
  • bevor sie invasive Maßnahmen ergreifen, auch wenn sie dabei Handschuhe (steril oder unsteril) tragen (z. B. vor Legen eines Blasenkatheters, vor Injektionen, Punktionen)
  • vor dem Kontakt mit Patienten, die im besonderen Maße infektionsgefährdet sind (z. B. Leukämiepatienten, polytraumatisierte Patienten, bestrahlte oder sonstige schwer erkrankte Patienten, Verbrennungspatienten)vor Tätigkeiten mit Kontaminationsgefahr (z. B. Bereitstellung von Infusionen, Herstellung von Mischinfusionen, Aufziehen von Medikamenten)
  • vor und nach jeglichem Kontakt mit Wunden
  • vor und nach Kontakt mit dem Bereich der Einstichstellen von Kathetern, Drainagen u. Ä.
  • nach Kontakt mit potenziell oder definitiv infektiösem Material (Blut, Sekrete oder Exkremente) oder infizierten Körperregionen
  • nach Kontakt mit potenziell kontaminierten Gegenständen, Flüssigkeiten oder Flächen (Urinsammelsysteme, Absauggeräte, Beatmungsgeräte, Beatmungsmasken, Trachealtuben, Drainagen, Schmutzwäsche, Abfälle etc.)
  • nach Kontakt mit Patienten, von denen Infektionen ausgehen können oder die mit Erregern von besonderer krankenhaushygienischer Bedeutung besiedelt sind (z. B. MRSA)
  • sobald Ihre Mitarbeiter den Kontakt mit Patienten mit tatsächlichem oder wahrscheinlichem Erregerkontakt oder massiver Verunreinigung beendet und die Schutzhandschuhe abgelegt haben