EBM & GOÄ richtig abgerechnet.

Diese Checkliste hilft Ihnen, versteckte Hinweise der Opfer zu erkennen und richtig zu reagieren

Um auch versteckte Hinweise der Opfer von Missbrauch und Gewalt wahrnehmen zu können, müssen Sie und Ihr Team entsprechend sensibilisiert sein. Setzen Sie Fallbesprechungen auf die Agenda Ihrer Teamsitzungen, um […]

Renate Tief

31.07.2025 · 2 Min Lesezeit

Um auch versteckte Hinweise der Opfer von Missbrauch und Gewalt wahrnehmen zu können, müssen Sie und Ihr Team entsprechend sensibilisiert sein. Setzen Sie Fallbesprechungen auf die Agenda Ihrer Teamsitzungen, um Ihr Team für die Thematik zu sensibilisieren. Zusätzlich legen Sie fest, wie Sie und Ihre Mitarbeiter reagieren sollten, wenn Sie den Verdacht hegen, dass einer Ihrer Patienten Missbrauch oder Gewalt ausgesetzt ist. Wie eine angemessene Reaktion aussehen könnte, zeigt Ihnen die folgende Übersicht.

So können Sie reagieren, wenn Sie vermuten, dass ein Mitarbeiter (verbaler) Gewalt ausgesetzt ist

  • Bieten Sie dem Mitarbeiter ein Gespräch unter 4 Augen an.
  • Respektieren Sie die Entscheidung des Betroffenen in jedem Fall, auch wenn er Ihr Hilfsangebot ablehnt. Signalisieren Sie ihm aber, dass er jederzeit auf Sie zukommen kann, wenn er es sich anders überlegt.
  • Nimmt der Mitarbeiter das Gesprächsangebot an, legen Sie gemeinsam die Rahmenbedingungen fest.
  • Sprechen Sie den Betroffenen offen auf Ihre Beobachtung an, etwa auf „unerklärliche“ Verletzungen.
  • Sagen Sie dem Betroffenen, dass Gewaltanwendung – auch verbale – keinesfalls zu dulden ist.
  • Bei körperlicher Gewalt bieten Sie ihm eine Untersuchung an, um Beweise zu sichern. Ziehen Sie ggf. eine weitere Person als Zeugen hinzu. Dokumentieren Sie die Befunde gerichtsverwertbar.
    • Wichtig: Akzeptieren Sie, wenn der Mitarbeiter nicht von Ihnen als Vorgesetztem untersucht werden will, sondern zu einem „unabhängigen“ Arzt gehen möchte.
  • Haben Sie ein Auge darauf, ob der Mitarbeiter psychisch stark belastet ist.
  • Sprechen Sie mit ihm darüber, wie er geschützt werden könnte.
  • Informieren Sie Ihren Mitarbeiter über Kontakte zu Beratungsstellen und geben Sie ihm Infomaterial.
  • Soweit es gewünscht wird, stellen Sie den Kontakt zu diesen Stellen her.
  • Signalisieren Sie, dass Sie immer ansprechbar und gesprächsbereit sind.

Erstellen Sie eine Risikound Gefährdungsanalyse

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, welche Hilfe Ihr Mitarbeiter wirklich von Ihnen erwartet und annehmen möchte.