In Dokumentationsprüfungen fällt mir immer wieder auf, dass viele Pflegefachkräfte Probleme mit der individuellen Risikoeinschätzung haben. Dies betrifft vor allem die Entscheidung, dass ein Bewohner in einem bestimmten Bereich kein Risiko hat.
Gehen Sie bei der Risikobewertung strukturiert vor. Wenn Ihre Pflegefachkräfte eine neue Pflegeplanung für einen Bewohner erstellen, beginnen sie zunächst mit der Risikobewertung. Erläutern Sie in der Informationssammlung, wie sie aus fachlicher Sicht das jeweilige Risiko bewerten und ob sie weitere Maßnahmen in ihrer Planung berücksichtigen müssen. Hiermit haben sie vermutlich schon einen Großteil von Risiken ausgeklammert und müssen nur noch die relevanten Risiken aufnehmen. Die folgende Übersicht zeigt Ihren Mitarbeitern, wie sie die Fähigkeiten des Bewohners so darstellen, dass die Risikoeinschätzung daraus unmittelbar ableitbar ist. Entscheidend ist, dass für bestehende Risiken zeitnah entsprechende Maßnahmen geplant sind.
FAZIT: VERMEIDEN SIE DOPPELUNGEN
Jede Information muss nur einmal in der Pflegedokumentation erwähnt werden. Dies bedeutet für Sie: Alle Informationen, die in der Informationssammlung zu finden sind und die nicht zu Pflegeproblemen oder Maßnahmen führen, müssen in der Maßnahmenplanung nicht mehr erwähnt werden. Dies gilt für alle Dokumentationssysteme oder Pflegemodelle. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die Maßnahmen sich auf individuelle Probleme beziehen und nicht zu allgemein gehalten sind.
Testen Sie jetzt „Stationäre Pflege aktuell“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für PDLs im Alten- und Pflegeheim!
Jede Ausgabe bietet Ihnen aktuelle Informationen direkt aus der Praxis und rechtssichere Tipps für Ihre Leitungsaufgaben. Qualität und Sicherheit für Ihre Leitungs-Praxis im Alten- und Pflegeheim, die Ihnen den Berufsalltag als Pflegedienstleitung erleichtert!