Sich verständlich auszudrücken, ist gar nicht so einfach. Schon im normalen Alltag ergeben sich aus einer komplizierten Ausdrucksweise verschieden Probleme, z. B. bei der Diagnoseübermittlung und Erläuterung durch den behandelnden Arzt.
Wie viel schwerer ist Kommunikation dann, wenn der Empfänger einer Botschaft Schwierigkeiten mit der gesprochenen und geschriebenen Sprache hat, z. B. aufgrund einer geistigen Behinderung? Das hier beschriebene Phänomen einer komplexen Ausdrucksweise kenne ich bei mir selbst, etwa wenn ich mich mit juristischen Schreiben oder mit komplizierten Beipackzetteln herumschlagen muss. Mitunter muss ich dann die eine oder andere Passage mehrmals lesen, um diese zu verstehen.
Für wen ist einfache Sprache geeignet?
Einfache Sprache kommt dann zum Einsatz, wenn Menschen Schwierigkeiten haben, beispielsweise geschriebene Texte zu verstehen, z. B. Menschen mit Lernschwierigkeiten, Personen mit Demenz, Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen, oder Personen, die nicht gut lesen können. Offiziell wird davon ausgegangen, dass jeder 7. Erwachsene in Deutschland ein sogenannter „funktionaler Analphabet“ ist. 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, haben aber Probleme, zusammenhängende, kürzere Texte zu verstehen.
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