Lecanemab – keine Zulassung in Europa
Jahrzehntelange Forschung brachten kaum Fortschritte, wenn es um die kausale Behandlung der Alzheimerkrankheit geht. Lecanemab – Handelsname Leqembi – sah aus wie ein Silberstreif am Horizont und erregte in der Fachwelt viel Aufmerksamkeit. Es wurde von den Unternehmen Eisai und Biogen entwickelt und zielt darauf ab, die Progression der Alzheimerkrankheit zu verlangsamen, indem es die Ablagerung von Beta-Amyloid im Gehirn reduziert. Beta-Amyloid-Plaques sind eine der charakteristischen Pathologien von Alzheimer. Seit 2023 steht das Medikament in den USA zur Behandlung von Menschen mit Alzheimer im Frühstadium zur Verfügung.
Eine Zulassung in Europa jedoch hat die EU-Arzneimittelbehörde EMA abgelehnt. Und ohne die Empfehlung der EMA ist eine Zulassung des Medikaments in Europa nicht möglich.
Hohes Risiko für schwere Nebenwirkungen
Die Entscheidung der EMA, die zum Teil große Enttäuschung auslöste, da der Wirkstoff neben den USA auch in Japan, China, Südkorea oder Israel zugelassen ist, begründete die Behörde mit der Abwägung von Nutzen und Risiko: Bei bis zu 2 % der behandelten Alzheimerpatienten traten schwere Nebenwirkungen auf. Es kam zu Gehirnschwellungen oder
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