Zu einer gelebten Unternehmenskultur gehört es elementar, dass man sich auf Grundsätze des Umgangs miteinander und zu Außenstehenden verständigt.
Ich empfehle Ihnen, Umgangsregeln für Führungskräfte und für Mitarbeiter aufzustellen. Gerade die Führungsgrundsätze sollten Sie mit den anderen Führungskräften in einem Workshop erarbeiten. Die Akzeptanz ist dann ungleich höher. Auch die Verhaltensgrundätze für die Mitarbeiter können Sie gut in einem Workshop mit Mitarbeitervertretern erarbeiten.
Im nachfolgenden Beispiel sehen Sie die Ergebnisse dieser Vorgehensweise:
| Muster: Führungs- und Verhaltensgrundsätze | |
| Führungsgrundsätze | |
| Unsere Führungskräfte sind entscheidungsfreudig und -fähig. Intern wie extern entscheiden wir zügig und auf der Basis eines fundierten Wissens. | |
| Unsere Führungskräfte stehen in Beziehung zu ihren Mitarbeitern. Mitarbeiterwünsche und Erwartungen spielen eine wichtige Rolle bei unseren Entscheidungen. Entscheiden wir anders, als der Mitarbeiter es sich gewünscht hat, können wir unsere Entscheidung gut begründen. | |
| Unsere Führungskräfte setzen auf Zusammenarbeit im Rahmen eines partnerschaftlichen, lösungsorientierten Führungsstils. Unser Erfolg ist in erster Linie dem Erfolg der Gesamtheit aller Mitarbeiter zu verdanken. Lösungsorientierte Konfliktstrategien verhindern Stagnation und Schuldzuweisung und richten den Blick in die Zukunft. | |
| Wir stehen zu Führung durch Vorbild, Information, Zielsetzung, Förderung und Kontrolle. Wir wollen mit unseren Mitarbeitern Ziele gemeinsam erarbeiten und klar festhalten, Talente und Fähigkeiten fördern, Kontrollen durchführen, Schulungen und Weiterbildung anbieten, Mitarbeitergespräche führen und Vorbild sein. | |
| Verhaltensgrundsätze für alle Mitarbeiter | |
| Bewohner, Angehörige und Zugehörige sowie Betreuer sind unsere Kunden! Alle Mitarbeiter in unserem Hause verhalten sich nach den folgenden Grundsätzen: Respekt: Die Kunden werden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen respektiert. Kundenorientierung: Wünsche und Bedürfnisse werden ernst genommen. Die Kunden werden nach ihrer Meinung gefragt und nicht bevormundet. Eigenverantwortung: Jeder Mitarbeiter ist gern bereit, Fragen, Anregungen und Kritik offen entgegenzunehmen. Gespräche werden auf sachlicher Ebene geführt. Freundlichkeit: Alle Mitarbeiter gehen freundlich und zuvorkommend auf die Kunden ein. | |
| Konkrete Verhaltensregeln im Alltag | |
| Situation | Unser Verhalten |
| Anrede der Bewohner | Bewohner werden grundsätzlich gesiezt (therapeutisch begründete Ausnahmen werden dokumentiert). |
| Gespräche mit Bewohnern und Angehörigen | Wir halten Blickkontakt, kommunizieren offen und sachlich. |
| Betreten eines Bewohnerzimmers | anklopfen/klingeln und um Einlass bitten |
| Kritische Situationen und Unzufriedenheit | Wir gehen aktiv auf Bewohner und Angehörige zu und suchen nach einer schnellen Lösung. |
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