Liegt ein Familienangehöriger im Sterben, wird das von den übrigen engeren Angehörigen als Ausnahmezustand erlebt. Das liegt auch daran, dass viele Zugehörige keine unmittelbaren Erfahrungen in der Begleitung Sterbender haben und vom Sterben emotional stark betroffen sind.
Beides führt bei Anverwandten zu großer Anspannung, welche oftmals auf die begleitenden Mitarbeiter übertragen wird. Es ist deshalb eine Ihrer Aufgaben, die jeweiligen Anzeichen und Symptome des Sterbeprozesses verständlich und ruhig zu erläutern.
Veränderungen müssen Sie erläutern
Neben dem vorverfügten Willen des Betroffenen, z. B. in einer Patientenverfügung, sollten auch die anwesenden Angehörigen auf das absehbare Ende vorbereitet werden. Hierbei geht es darum, mögliche Komplikationen aufzuzeigen und mögliche Maßnahmen zu erläutern. Insbesondere stellen viele Sterbende das Essen ein und reduzieren die Flüssigkeitsaufnahme. Diese Entwicklung darf nicht als Verhungern und Verdursten fehlinterpretiert werden. Erklären Sie Zugehörigen daher, dass diese Reaktionen völlig natürlich sind und eine „natürliche Palliation“ bewirken, da der Körper hierauf mit der Ausschüttung von Endorphinen reagiert. Diese erhöhen die Schmerztoleranz, wirken sedierend und euphorisierend. Das alles führt dazu, dass der Sterbende sich in einer gelösten und schläfrigen Stimmung befindet.
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