Professionelle Pflege bei Demenz

Erst trocken, dann verwirrt: So erkennen und vermeiden Sie Exsikkose bei Menschen mit Demenz

Die ausreichende Flüssigkeitsversorgung gehört zu den elementaren Pflegezielen – und doch zählt Exsikkose zu den häufigsten Komplikationen im Alter, besonders bei Menschen mit Demenz. Sie entsteht schleichend, bleibt häufig lange […]

Jochen Gust

28.07.2025 · 3 Min Lesezeit

Die ausreichende Flüssigkeitsversorgung gehört zu den elementaren Pflegezielen – und doch zählt Exsikkose zu den häufigsten Komplikationen im Alter, besonders bei Menschen mit Demenz. Sie entsteht schleichend, bleibt häufig lange unbemerkt und führt im schlimmsten Fall zu Krankenhausaufenthalten, Delirien, Infekten bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Je nach Setting und Schweregrad sind bis zu 50 % der Menschen mit Demenz betroffen – und die heißen Sommermonate gefährlich. Ihre Intervention ist daher jetzt besonders wichtig.

Warum Menschen mit Demenz besonders gefährdet sind

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Durstempfinden – es nimmt ab. Bei Menschen mit Demenz verschärfen sich diese altersbedingten Veränderungen: Sie verspüren oft keinen Durst, vergessen zu trinken, erkennen Getränke nicht mehr als solche oder lehnen sie aktiv ab. Auch motorische Einschränkungen oder Schluckstörungen (Dysphagien) können die Aufnahme erschweren.

Hinzu kommt: Die Anzeichen einer beginnenden Exsikkose sind bei kognitiv eingeschränkten Menschen schwerer zu erkennen. Apathie, Verwirrtheit oder Schwäche werden nicht selten fälschlich als „typische Demenzsymptome“ interpretiert, obwohl sie Warnzeichen eines Flüssigkeitsmangels sein können.

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