Die Pflegedokumentation ist nicht nur ein wichtiges Instrument zur Kommunikation und Informationssicherung im Team, sondern auch ein wichtiges Beweismittel im Falle von juristischen Auseinandersetzungen.
In einem Rechtsstreit wird daher, z. B. wenn die Krankenkasse gegen Ihre Pflegeeinrichtung wegen eines Sturzereignisses vorgeht, die Pflegedokumentation stets besonders unter die Lupe genommen. Im Streitfall können Sie aufgrund der Dokumentation nachweisen, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind und den Bewohner fachlich korrekt versorgt haben. So ist bei einer Auseinandersetzung wegen der Behandlung nach einem Sturzereignis z. B. relevant, ob Sie das Sturzrisiko korrekt eingeschätzt und dokumentiert sowie die notwendigen Maßnahmen eingeleitet haben.
WEITERE FUNKTIONEN DER PFLEGEDOKUMENTATION
Allerdings ist die Pflegedokumentation nicht nur ein Instrument, um sich rechtlich abzusichern. Sie sollten auch stets darauf achten, dass Ihre Mitarbeiter die Dokumentation nicht nur als notwendiges Übel ansehen, sondern als Instrument, das ihnen in ihrer tagtäglichen Arbeit hilft. So ist die Dokumentation nämlich vor allen Dingen ein Instrument, um den Informationsfluss im Team sicherzustellen. Alle relevanten Informationen über den Bewohner und seine aktuelle Gesundheits- und Pflegesituation sind dort vermerkt. Kommt also ein Mitarbeiter aus einer längeren Frei-Phase, dann kann er sich dort schnell über den aktuellen Sachstand informieren.
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