Ich werde nicht müde, die Bedeutung eines konstruktiven und regelmäßigen Feedbacks für den Zusammenhalt im Team und das Weiterkommen im QM zu betonen. Gleichzeitig weiß ich, wie wichtig es ist, Feedback in die Organisationskultur als festen Bestandteil einzubetten. Daher möchte ich Ihnen hier Impulse für Übungen und Ihre Schulungen zum Thema Feedback geben.
Wieso Feedback? Am Anfang steht die Überzeugungsarbeit
Oft erlebe ich, dass Mitarbeitende es irgendwie „albern“ finden, wenn Führungskräfte Regeln für Feedback etablieren wollen. Schließlich weiß doch jeder, wie „man richtig“ kommuniziert. Dabei gibt es schlagende Argumente für Feedbackarbeit:
- Feedback verbessert die Pflegequalität. Pflege ist komplex und von individuellen Bedürfnissen geprägt. Durch Feedback reflektieren Ihre Pflegenden, was gut läuft und wo Verbesserungen sinnvoll sind. Außerdem stärkt Feedback die Fehlerkultur und hilft, etwas zu verbessern, ohne sich in Schuldzuweisungen zu verheddern. Feedback dient Ihnen im QM insbesondere, wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertenstandards umzusetzen und auf den Prüfstand zu stellen.
- Feedback stärkt Mitarbeitende und Teams. Mit Feedback erleben Ihre Mitarbeitenden nicht nur eine konstruktive Fehlerkultur, sondern auch Wertschätzung, da ja auch positive Aspekte rückgemeldet werden. Selbstreflexion wird gefördert und unterstützt Pflegende dabei, ihr Handeln weiter zu entwickeln. Mit gegenseitigem Feedback verringert sich das Reden „hinter vorgehaltener Hand“ und damit steigt das Vertrauen im Team und Konflikte lassen sich vermeiden oder konstruktiv bearbeiten.
- Feedback verbessert das Betriebsklima. Regelmäßiges Feedback schafft Transparenz und beugt Missverständnissen vor. Wenn Sie und Ihre Führungskräfte Feedback konstruktiv geben und auch selber annehmen, werden Sie als fair, unterstützend und authentisch erlebt. Außerdem gehen Sie als Vorbild voran. Idealerweise erhöhen sich damit die Bindung und Zufriedenheit, denn mit Feedback fühlen sich Ihre Mitarbeitenden gehört und ernst genommen.
- Feedback verbessert die Beziehung zu Pflegekunden und Angehörigen. Insbesondere wenn Ihre Mitarbeitenden darin geübt sind, Feedback anzunehmen, signalisiert das an Ihre Kunden und deren An und Zugehörige Interesse, Respekt und Verantwortungsbewusstsein. Veranschaulichen Sie das am Beispiel Ihres Umgangs mit Beschwerden. Wie kommt es wohl an bei Angehörigen und Pflegekunden, wenn auf eine vorsichtig vorgetragene „Beschwerde“ oder den Wunsch nach einer Verbesserung eine eingeschnappte Reaktion erfolgt? Oder ein: „Ja, aber dafür haben wir nicht die Zeit“?
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