Vorbehaltsaufgaben effizient organisieren

Fitte Pflegekunden gut versorgen – so gelingt es!

Auch wenn es nicht die Mehrheit ist: Es gibt immer wieder auch recht fitte zu Pflegende mit dem Pflegegrad 1, 2 oder 3, die in stationäre Einrichtungen einziehen. Hier stellt […]

Nicole Ott

18.05.2026 · 3 Min Lesezeit

Auch wenn es nicht die Mehrheit ist: Es gibt immer wieder auch recht fitte zu Pflegende mit dem Pflegegrad 1, 2 oder 3, die in stationäre Einrichtungen einziehen. Hier stellt sich dann für uns die Frage: „Wie kann ich als Pflegefachkraft meinen Versorgungsauftrag trotzdem sicherstellen?“ Erfahren Sie im Artikel mehr dazu.

Praxiserlebnis: „Unser neuer Pflegekunde Herr Potrykus ist noch sehr fit“, hat mir meine Freundin Alex am Mittwoch erzählt. „Er braucht bei der morgendlichen Versorgung nur leichte Hilfestellung und nimmt keine Medis ein. Es kann passieren, dass ich ihn meine ganze Schicht lang nicht sehe! Du weißt ja, wie es ist: Ich bin dann so auf die schwerstpflegebedürftigen Bewohner bei uns konzentriert, dass Herr Potrykus mir einfach untergeht. Im Team haben wir uns jetzt gefragt: Sind wir eigentlich verantwortlich, wenn ihm mal etwas passieren sollte, z. B. ein Sturz? Es kann nämlich wirklich sein, dass wir den erst nach Stunden mitbekommen würden.“

Wie würden Sie die Frage beantworten oder überhaupt diese Situation einschätzen? Versorgen Sie aktuell auch zu Pflegende, die noch so selbstständig sind, dass man sie über einen längeren Zeitraum gar nicht sieht? Das ist wirklich nicht so einfach.

Spagat zwischen 2 Zielen

Auf der einen Seite wollen wir die Selbstständigkeit fördern und einem Pflegekunden nicht alles abnehmen, wenn er es noch selbst kann. Auf der anderen Seite hat man schon ein komisches Gefühl, wenn man den zu Pflegenden außer am Morgen so gar nicht sieht und ihn manchmal vielleicht sogar ganz vergisst, weil andere Bewohner im stationären Bereich gerade Priorität haben.

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