Nach wie vor sind einige Entscheider in ihren Pflegediensten davon überzeugt, dass eine Tourenstruktur aus „morgens 6–11 Uhr und abends von 17–21 Uhr“ zu bestehen hat. Alles andere geht natürlich nicht. Doch innovative Ansätze zeigen, dass flexible Arbeitszeiten durchaus möglich sind und sowohl den Mitarbeitern als auch den Kunden zugutekommen können.
Innovative Tourensysteme für unterschiedliche Lebensentwürfe
Mit dem Generationenwechsel bei Pflegekunden ändern sich auch deren Prioritäten. Es hört langsam auf, dass die Senioren mit den Hühnern aufstehen und zu Bett gehen. Dies eröffnet neue Zeitfenster für die morgendliche Grundpflege:
Beispiel aus der Praxis:
Im Pflegedienst Schwarze Rose sind im Schnitt 50 Kunden, die morgens Grundpflege benötigen. Die Wunschzeiten waren lange zwischen 6 und 8 Uhr. Das Inhaberehepaar stellt fest, dass sich die Wünsche der 50 Kunden zur Versorgungszeit auf 11 Uhr ausgedehnt haben.
Was unstrittig bleibt, ist der Behandlungspflegebedarf in den frühen Morgenstunden bei Kompressionsstrümpfen, Medikamenten und Insulingaben. Auch die schweren Pflegefälle mit 3–6 Grundpflegeeinsätzen am Tag nehmen zu. Hier können Sie die große Grundpflege tatsächlich in die Mittagsoder gar Nachmittagsstunden verlegen. Bislang gibt es im SGB XI noch keine Norm, die eine volle grundpflegerische Versorgung zwischen 6 und 8 Uhr vorschreibt.
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