Pflegewissen für Profis

Flüssigkeitsmangel souverän managen

Flüssigkeitsmangel ist ein großes Problem. Gerade ältere Menschen trinken mitunter deutlich zu wenig. Als Pflegekräfte kämpfen Sie tagtäglich gegen die dramatischen Folgen: Allein im Jahr 2021 hat das Statistische Bundesamt […]

Bernd Hoffmann

18.11.2025 · 4 Min Lesezeit

Flüssigkeitsmangel ist ein großes Problem. Gerade ältere Menschen trinken mitunter deutlich zu wenig. Als Pflegekräfte kämpfen Sie tagtäglich gegen die dramatischen Folgen: Allein im Jahr 2021 hat das Statistische Bundesamt mehr als 107.000 Krankenhauseinweisungen wegen akuten Flüssigkeitsmangels registriert (Quelle: Statista). Ihre aufmerksame Beobachtung und Ihr Handeln sind bei der Prävention von Exsikkosen und Dehydration von entscheidender Bedeutung. Ich zeige Ihnen heute, wie Sie richtig handeln und mit praktischen Hilfsmitteln die Trinkbilanz der Pflegekunden verbessern können.

Unterschied: Exsikkose und Dehydration

Exsikkose und Dehydration sind nicht dasselbe. Sie tauchen im Pflegealltag regelmäßig auf, werden aber ebenso häufig verwechselt. Dehydration bedeutet, dass dem Körper Flüssigkeit fehlt. Die Exsikkose wiederum ist die schwerste Form einer Dehydration. Der Körper trocknet dabei so stark aus, dass durch das Flüssigkeitsdefizit Organe akut gefährdet sind.

Besondere Gefährdung unserer Pflegekunden

Bei älteren Menschen kann sich eine Dehydration allmählich einschleichen, denn die  Rahmenbedingungen begünstigen die Entstehung: Ältere Menschen verspüren zum einen weniger Durst als jüngere. Zudem können auch Schluckbeschwerden dazu führen, dass die Flüssigkeitsaufnahme erschwert wird. Auch Vergesslichkeit kann eine Rolle spielen – denn wenn man sich nicht mehr vor Augen hält, dass Trinken (überlebens)notwendig ist, kann auch dies rasch zu erheblichen Defiziten führen. Wer nicht aktiv an die Trinknotwendigkeit erinnert oder bei der Flüssigkeitsaufnahme unterstützt wird, ist massiv gefährdet.

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