Stürze und Sturzprophylaxe bei Menschen mit Demenz

Fördern statt behindern: Wagen Sie mehr Bewegung

Wir als Pflegefachpersonen sind oft hin- und hergerissen: Wir wollen die Sicherheit der uns anvertrauten Menschen gewährleisten – und wissen zugleich, dass Bewegung essenziell ist, um Stürze langfristig zu vermeiden. […]

Jochen Gust

29.09.2025 · 4 Min Lesezeit

Wir als Pflegefachpersonen sind oft hin- und hergerissen: Wir wollen die Sicherheit der uns anvertrauten Menschen gewährleisten – und wissen zugleich, dass Bewegung essenziell ist, um Stürze langfristig zu vermeiden. Besonders bei Menschen mit Demenz wird Bewegung aber oft eingeschränkt, aus Sorge vor einem Unfall. „Bleiben Sie sitzen!“ oder „Sie sollen nicht aufstehen!“ – diese Sätze fallen sehr oft, insbesondere in der stationären Langzeitpflege. Dabei kann genau diese Vermeidung von Bewegung das Sturzrisiko enorm erhöhen. Aber was tun?

Die stille Angst: Was Pflegeprofis bremst

Pflege steht häufig unter hohem Druck, der dazu führen kann, dass Pflegebedürftige an Bewegung gehindert werden:

  • die Angst vor rechtlichen Konsequenzen nach einem Sturz
  • die Sorge um Schuldzuweisungen durch Angehörige oder Leitungskräfte
  • der Wunsch, niemanden „aus den Augen zu verlieren“, bei Demenzerkrankungen auch hinsichtlich Hinlauftendenzen
  • die Überforderung im Alltag – zu wenig Zeit, um Bewegung zu begleiten

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