Es ist eine der klassischen Aufgaben von uns Praxisanleitern: Unsere Auszubildenden an die Reflexion heranzuführen, sie zur Umsetzung anzuleiten und die ganzen 3 Jahre der Ausbildung zu diesem Thema zu begleiten. Sie wissen aus Ihrem Alltag, dass es nicht allen Lernenden leichtfällt, die Ergebnisse der eigenen Arbeit strukturiert zu bewerten.
Manche neigen dazu, sich zu unter- oder zu überschätzen, andere wiederum wissen im Reflexionsgespräch gar nicht, wo sie anfangen sollen und welche Kriterien überhaupt zur Bewertung sinnvoll sind. Sie müssen Ihre Azubis deshalb an die Hand nehmen und konkret anleiten. Entscheidend für Ihren Erfolg dabei ist, dass Sie das geeignete Reflexionsmodell auswählen. Welcher Schwerpunkt soll es sein?
Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch beim Reflexionsgespräch: Je konkreter Sie vorab Ihr Ziel festlegen, desto strukturierter können Sie anschließend vorgehen und Ihr gewünschtes Ergebnis erreichen. Am Anfang überlegen Sie deshalb, was Sie mit der Reflexion erreichen wollen:
- Wollen Sie gemeinsam mit dem Auszubildenden eine Handlungsalternative erarbeiten (für z. B. eine Pflegesituation, die nicht gut gelaufen ist)? Dann sollten Sie auf das 5-schrittige Reflexionsmodell von Fred Korthagen zurückgreifen.
- Wollen Sie gemeinsam mit dem Auszubildenden versuchen, seine Selbsteinschätzung und Ihre Fremdeinschätzung einander anzunähern, wenn diese z. B. völlig voneinander entfernt sind? Dann ist die Reflexion nach Helmut Richter genau das Richtige für Sie.

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