Pflege und Betreuung bedeuten Nähe, Fürsorge und ein hohes Maß an Vertrauen. Bewohner in stationären Einrichtungen sind in besonderer Weise auf Respekt, Sicherheit und einfühlsame Begleitung angewiesen. Gleichzeitig bringt die Arbeit im Pflege- und Betreuungsalltag große Herausforderungen mit sich: Zeitdruck, Personalmangel, Belastungen oder auch herausforderndes Verhalten von Betreuten können dazu führen, dass Spannungen entstehen.
In solchen Situationen besteht die Gefahr, dass Grenzen überschritten und Formen von Gewalt ausgeübt werden – manchmal bewusst, oft aber auch unbewusst. Gewalt in der Pflege ist ein sensibles Thema, das häufig tabuisiert wird. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen, Anzeichen zu erkennen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Denn eines steht fest: Jeder Mensch hat ein Recht auf respektvolle und gewalt freie Pflege.
WAS BEDEUTET GEWALT IN DER PFLEGE UND BETREUUNG?
Gewalt in der Pflege umfasst weit mehr als nur körperliche Übergriffe. Sie zeigt sich auf unterschiedliche Weise – sichtbar und unsichtbar. Fachleute unterscheiden mehrere Formen:
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