Ich als Pflegekraft

Gezielt entspannen: So schaffen Sie es, die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen

Gehören Sie auch zu den Pflegekräften, die nach dem Dienst nur schwer abschalten können? Denen abends im Bett noch im Kopf herum geht, was heute vielleicht vergessen wurde? Und bei […]

Nicole Ott

25.03.2026 · 3 Min Lesezeit

Gehören Sie auch zu den Pflegekräften, die nach dem Dienst nur schwer abschalten können? Denen abends im Bett noch im Kopf herum geht, was heute vielleicht vergessen wurde? Und bei denen sich schon die Familie und Freunde mit den Worten „Bei Dir geht es immer nur um die Arbeit“ beschweren? Dann ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen!

Sie und ich wissen: Wir Pflegefachkräfte sind in einem helfenden Beruf tätig. Den Weg in den sozialen Bereich hätten wir sicher nicht gefunden, wenn uns nicht diese Merkmale auszeichnen würden:

  • hohes Verantwortungsgefühl
  • ausgeprägte Empathie gegenüber anderen Menschen
  • Gewissenhaftigkeit
  • Pflichtbewusstsein

Helfende Haltung versus moderne Arbeitswelt

Das Problem dabei ist in unserer heutigen Lebenswelt: Für die sogenannten „weichen Tätigkeiten“ gibt es keine Refinanzierung. Das ruhige Gespräch mit dem Pflegekunden, der kürzlich seine Ehefrau verloren hat? Stört nur die durchgetakteten Abläufe und sorgt für Unruhe im Team („Du unterhältst dich in Ruhe und wir müssen deine Arbeit mitmachen!“). Die Aufnahme einer neuen zu Pflegenden, deren Tochter die Versorgung zu Hause nicht mehr stemmen kann und total verzweifelt ist? Hat genauso schnell zu gehen wie andere Neuaufnahmen, obwohl die beiden Menschen, die einem gegenübersitzen, am Ende sind und dringend seelischen Beistand bräuchten.

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